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Tratsch

Juhu, heute mal 'kindfrei', auch mal ganz schön

So ein kleiner Pampersrocker hält einen ganz schön auf Trab!
Nachdem wir diese Woche die Renovierungsarbeiten unseres Badezimmers endlich soweit durchhaben, können wir nun
Etwas verschnaufen, herrlich!

Was tut man nun, bei so viel Langeweile?
Nun, ich dachte mir ich durchsuche mal etwas das Internet.
Dies das jenes. Werbung über Werbung.

Dann das Thema ' Eos'.
Andauernd liest man, dass sie nicht gut seien.
Bei anderen liest man genau das Gegenteil.

Eigentlich nichts ungewöhnliches bei einem Kosmetikprodukt.

Aber liebe Mädels, was ist denn bitte mit den guten alten Haushaltsmitteln?

Ich persönlich benutze keine Labellos, Eos oder Sonstige.
Es kann so einfach sein!!

Entweder Honig oder Olivenöl und eine weiche Zahnbürste.
Günstig und unglaublich effektiv!

Mit der Zahnbürste die Lippen massieren ( sanft und vorsichtig!),
Anschließend Öl oder Honig auftragen und nochmals mit der Zahnbürste
massieren. Fertig.

Einfach mal ausprobieren, bei mir funktioniert es immer und ich werde somit auch sicher nicht auf Lippenpflegeprodukte umstellen!

Wie tut ihr euren Lippen etwas Gutes? :-)

4.5.16 23:34, kommentieren

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leben & lernen

Junge Mütter.''Junge Mütter sind dumm, verantwortungslos.''
''Sie haben keine Ahnung vom Leben.''
''Sie können sich nicht einmal um sich selbst kümmern.''
'' An Ihrer Stelle hätte ich abgetrieben.''
''Oh Gott, das arme Kind.''

Was Menschen mit solchen und ähnlichen Sprüchen auslösen können,ist denen meist selbst nicht bewusst.
Angst und Verzweiflung wird ausgelöst und kann zu emotionalem Versagen führen.
Häufige Beleidigungen, ständiges Kopfschütteln, übles Gehetze.

Mit 17 jungen Jahren erfuhr ich von der Schwangerschaft.
Mein Freund war zu diesem Zeitpunkt bereits 23 Jahre.
Bei dem Ergebnis wussten wir sicher beide nicht, wie uns geschah.
Weder die Schule fertig, noch eine Ausbildung in Aussicht.
Ich wusste nicht, ob ich weinen oder lachen sollte.Doch es stand fest : Es wird nicht abgetrieben!
Wir wollten dieses Kind behalten!!

Ich wusste gar nicht, wie ich die Sache angehen sollte.
Sage ich es meiner Mutter? Meinem Vater ?
Verheimlichen wird nicht funktionieren!Langsam wurde mir bewusst, was da auf mich zukommt.
Die ersten Tage, nach Feststellung der Schwangerschaft, erfuhr niemand etwas.Zuerst musste ich mich selber finden,
den Gedanken akzeptieren.
Zu wissen , dass deine Jugend genau in diesem Moment endet, ich glaube dieser Teil tat mir am meisten weh.
Das Leben fing für mich doch gerade erst an.Bevor ich wirklich meine ''wilden Jahre'' ausleben konnte, hörten diese schlagartig auf.

Mein Freund war unsicher. Aber er wollte dieses Kind.
Wir wollten es beide, denn uns war natürlich auch klar: wir waren selber Schuld!
Für eine nicht geplante Schwangerschaft findet man keine Ausreden oder Entschuldigungen.
Keinem von uns beiden traf die Schuld allein.
Es gehören immer zwei dazu. Nach etwa einer Woche bat ich meine Mutter um ein Gespräch.
Ihr Gesicht werde ich niemals vergessen, für sie war es die pure Enttäuschung.
Wut und Verzweiflung ist eine schwere Kombination. Auch der Freund meiner Mutter konnte diese Gefühle nicht unterdrücken.

Was folgte war eine 2 wöchige Ignoranz.
Das war die schwierigste Zeit in meinem bisherigen Leben.
Zu wissen, dass du deine Mutter bis auf das Letzte enttäuscht hast.
Das löst Dinge in einem Menschen aus, die man nicht beschreiben kann.Ich fühlte ich schlecht, ehr wie ''Abschaum der Gesellschaft'' und ich habe mich geschämt!

Nach dem ersten Ultraschall, zeigte ich meiner Mutter das Foto ihres Enkelkindes.
Sie sagte nichts darauf, schaute nur kurz und ging wieder.
Während meine Mutter nicht wusste, wie sie das alles verarbeiten soll, geschah mir etwas ganz erstaunliches.
Ich begann mich auf dieses Kind zu freuen.
Niemals hätte ich gedacht, dass ich so etwas fühlen kann.
Dieses Gefühl kannte ich zuvor nicht und ich hätte es mir auch nie vorstellen können.
Mein Freund und ich waren immer zusammen zu den Terminen gegangen, um zu sehen, wie sich unser Kind entwickelt.
Für jeden Arzttermin hatte er sich für unser Kind frei genommen, um diesen Moment nie zu verpassen.
Auch das hätte ich niemals erwartet.

Meine Ärztin machte mir Mut und half mir durch diese schwere Zeit.
Sie hatte Verständnis für unsere Lage und nahm sich immer Zeit für uns.
Mit der Zeit taute meine Mutter auf, sie fing an die Mutterpässe von meinen Geschwistern rauszukramen, zeigte und erklärte.
Sie steigerte sich immer mehr in unsere Situation, gab Tipps und half uns wo sie konnte.
Ihr war anzumerken, dass sie ein schlechtes Gewissen hatte.
Übel nahm ich es ihr jedoch nicht.
Wer möchte denn schon mir 45 Jahren Oma werden, von eines ihrer Kinder, welches gerade mal 17 Jahre jung ist?
Die darauf folgenden Monate verliefen gut.
Das Verhältnis zwischen meiner Mutter und mir wurde besser als je zuvor.
Mein Vater hatte sich mit dem Gedanke Opa zu werden ebenfalls angefreundet und besuchte mich nach langer Zeit dann regelmäßig, um nach dem Rechten zusehen.

Wie viele Andere auch hatte ich Schwangerschaftsbeschwerden.
Gott, bin ich froh, dass es keine Übelkeit war!
Das Kind hatte sich so positioniert, dass es auf einer Vene lag, die , wie jede Andere auch, für reichlich Blutzufuhr sorgt.
Da diese Vene dieses nicht mehr gut tun konnte, wurde ich damit beschert, immer , in jeder Position und überall ohnmächtig zu werden.
Bummeln war also auch nicht mehr.
So vertrieb ich meine Zeit damit, das Kinderzimmer einzurichten.

Ja, dann war es auch schon soweit.
Meine Schwestern, mein Freund und auch meine Mutter kamen mit ins Krankenhaus.
Meine Mutter und mein Freund halfen mir durch 35 Stunden Wehen.
Man hört ja viel über Geburten, aber das übertraf einfach all meine Vorstellungskraft !
SCHEIßE TUT DAS WEH!
Inzwischen war ich bereits 18 Jahre und brachte am 16.Februar einen gesunden Jungen zur Welt.
Das war mir alles wert!All die Beleidigungen, die Schikane .


Ich habe mein Leben in 9 kurzen Monat komplett auf den Kopf gestellt und bin stolz auf all das, was ich erricht habe!
Mein Freund und ich lernten also nun zu leben.
Das Wort 'Leben' bekommt nun für uns eine ganz andere Bedeutung!
Unser kleiner 'Ben' ist nun 16 Monate und hat sich sagenhaft entwickelt!
Meine Mutter und ich sind nun die besten Freunde, besser als je zuvor.
Wir haben uns aus Nichts (!) ein Leben aufgebaut und sind stolz darauf, uns 'Eltern' nennen zu dürfen.
Die Familie ist zusammen gewachsen.Wir sind glücklich, der Kleine ist glücklich.

Inzwischen bin ich 19 Jahre alt.
Ob das Alles ein Fehler war ?
NEIN. Es hat bloß die Reihenfolge der Pläne getauscht und wenn ich jetzt darüber nachdenke, hat es auch unsere Familie gerettet.
Ben ist unser Heiligtum, unser ganzer Stolz.
Wenn ich nun zurück denke, wünsche ich mir kein anderes Leben mehr.
In den folgenden Einträgen werde ich sicher noch oft über meinen Alltag bloggen, Erfahrungen teilen und voller stolz über Ereignisse schreiben!


Vielleicht gibt es anderen jungen Müttern Mut und Kraft diese schwierigen Zeiten durchzustehen.
Sollen sie euch doch beleidigen, schikanieren, ganz egal.
Seid stark, Ihr tut es für euch und vor allem für euer Kind und das ist alles was zählt.

Ich freue mich auf euer Feedback! :-)

3.5.16 13:55, kommentieren